Ziel

Die 8 wichtigsten Kriterien eines wirksamen Ziels

Wenn du dein Leben so leben willst, wie DU es willst, musst du auch erst einmal wissen, was du überhaupt willst. Das klingt jetzt vielleicht trivial, aber es ist wichtiger als du denkst. Um die Ergebnisse zu erzielen, die du dir ausgesucht hast, musst du zu aller erst auswählen, welche Ergebnisse du anstrebst. Du musst dir also ein Ziel setzen!

„Wer im Leben kein Ziel hat, verläuft sich.“
– Abraham Lincoln

Zum Thema „Ziele setzen“ gibt es in der Literatur viele unterschiedliche Dinge, die du beachten kannst. Welche Anforderungen an dein Ziel wirklich für dich wichtig sind, wird dadurch aber nur schwieriger herauszufinden. Ich habe aus dieser Vielzahl von Kriterien die 8 wichtigsten herausgesucht, die dir bei der Formulierung eines wirksamen Ziels helfen.

Die folgenden 8 Kriterien stellen zeigen dir, wie du ein wirklich wirksames Ziel formulierst, das deine Erfolgsaussichten stark erhöhen:

 

1. Das Ziel muss positiv ausgedrückt sein

Deine Konzentration muss darauf liegen, was du willst, anstatt darauf, was du nicht willst. Du kannst nämlich nicht auf etwas hinarbeiten, wovon du nicht weißt, was es ist.


Beispiel:

Denke jetzt bitte nicht an einen Elefanten. Denkst du gerade an einen Elefanten?

Wie du siehst, liegt deine Konzentration auf das, was du nicht willst. Deswegen ist es so wichtig dein Ziel positiv zu formulieren, denn dann lenkst du deine Aufmerksamkeit auf das, was du willst.


 

2. Das Ziel muss innerhalb deines Einflussbereiches sein.

Konzentriere dich auf das, was du tun kannst, um deinem Ziel näher zu kommen. Wenn du von anderen Menschen oder den Umständen abhängig bist, ist dein Erfolg ebenfalls davon abhängig. Du solltest dir dann überlegen, was du tun kannst, um die entsprechenden Verhaltensweisen dieser Menschen hervorzubringen bzw. um dich den Umständen entsprechend anzupassen. Du musst die aktive Rolle spielen und nicht darauf warten, dass sich andere Leute oder die Umstände zu deinen Gunsten ändern. Anstatt nach  Ausreden zu suchen, warum du dein Ziel nicht erreichst, konzentriere dich darauf, was du tun kannst, damit du auch in schlechten Situationen erfolgreich bist.


Beispiel:

Dein Ziel ist es, mehr Geld zu verdienen, aber die Wirtschaft befindet sich in einer Rezession. Dann musst du dich darauf konzentrieren, was DU tun kannst, um trotzdem mehr Geld zu verdienen, anstatt dein Ziel aufzugeben und dein Versagen auf die wirtschaftliche Situation zu schieben. Es gibt auch während einer Rezession Leute, die ihr Einkommen steigern können. 


 

 3. Dein Ziel muss so genau wie möglich sein

Je ausführlicher und detaillierter dein Ziel ist, desto besser kannst du es im Kopf durchspielen. Das heißt, dass du dir ein Bild davon machen kannst wie es ist, wenn du dein Ziel bereits erreicht hast. Diese genauen Bilder in deinem Kopf lenken deine Aufmerksamkeit gezielt auf die Möglichkeiten, die sich in deiner Umgebung befinden. Du nimmst automatisch mehr Gelegenheiten wahr, dein Ziel zu erreichen, als vorher. Vielleicht befindet sich die Lösung direkt vor dir, aber du siehst den Wald voller Bäumen nicht.

 

4. Du musst erkennen können, dass du dein Ziel erreicht hast

Woran kannst du erkennen, dass du dein Ziel erreicht hast? Was kannst du sehen, hören und fühlen, wenn du dein Ziel erreicht hast? Was gibt es für einen Beweis? Diese Fragen musst du dir vorher stellen, damit du weißt, womit du dein Ziel messen kannst. Wie sonst willst du wissen, ob du bereits dort angelangt bist, wo du hin willst oder wie weit du noch davon entfernt bist?

 

5. Setze dir eine Deadline

Zu wann willst du dein Ziel erreicht haben? Setze dir eine genaue Deadline d.h. anstatt einfach zu sagen: „Ich will in einem Jahr 5 kg abnehmen“ ist es besser zu sagen: „Am Tag x wiege ich y kg“. Wenn du keinen spätesten Endzeitpunkt für dein Ziel festlegst, fehlt dir die Motivation. Die Deadline ist vermutlich der wichtigste Punkt von allen, denn ohne eine Deadline ist ein Ziel kein Ziel, sondern bloß ein Wunsch oder ein Traum, der immer in der Zukunft liegen wird. Andersherum wird aus einem Traum oder einem Wunsch mit einer konkreten Deadline ein Ziel, worauf du hin arbeiten kannst.

 

6. Halte deine Ziele schriftlich fest und lese sie regelmäßig durch

Ein Ziel, das nirgends schriftlich festgehalten ist, ist im Grunde nicht wirklich existent. Wenn du dir einfach nur überlegst etwas Bestimmtes zu tun, es aber nicht aufschreibst, dann wirst du dich auch nicht so stark verpflichtet fühlen daran zu arbeiten. Ein nicht schriftlich festgehaltenes Ziel ist vielmehr ein Wunsch nach dem Motto: „Es wäre schön, wenn es so wäre“. Nach dem Setzen einer Deadline ist das schriftliche Festhalten deines Ziels das wohl zweit wichtigste Kriterium. Wenn du es niederschreibst, dann wird es erst so richtig real für dich. Du kannst es sehen und es existiert nicht mehr nur in deinem Kopf. Obwohl es so einfach ist, ist es immer noch erstaunlich wie viele Menschen keine schriftlichen Ziele haben. Du setzt dich also allein schon durch diesen Punkt von der Mehrheit ab und wirst auch deshalb höchstwahrscheinlich erfolgreicher sein.

 

7. Dein Ziel muss groß genug sein

Wenn du bereits mit der Betriebswirtschaftslehre in Kontakt gekommen bist, wirst du vermutlich schon mal etwas von der Zielanforderung „SMART“ gehört haben. SMART steht für „Spezifisch“, „Messbar“, “Attraktiv/Angemessen“, „Realistisch“ und „Terminiert“. Diese Anforderungen sind auch wichtig bei der Zielformulierung bis auf den Punkt „Realistisch“.  Gerade hierbei neigen die meisten Leute dazu, zu niedrige Ziele zu setzen, ihre Anforderungen herunterzuschrauben und sich von ihren Mitmenschen demotivieren zu lassen. Ein „realistisches“ Ziel zu formulieren ist nur in den Situationen sinnvoll, wo du ein Ziel wirklich nicht erreichen kannst. Was ich damit meine, will ich dir an einem Beispiel zeigen.


Beispiel:

Du bist 1,60 m „groß“ und willst Basketballprofi in der NBA werden. Diese Ziel ist wirklich nicht realistisch und in diesem Zusammenhang ergibt diese Zielanforderung auch einen Sinn.


Ansonsten ist der Punkt „realistisch“ kontraproduktiv.

Es ist sehr wichtig, dass du deine Erwartungen, deine Ansprüche und deine Ziele hoch steckst, denn dann wirst du deutlich motivierter sein. Auch im Bereich NLP konnte festgestellt werden, dass hohe Erwartungen Kompetenz und niedrige Erwartungen Inkompetenz fördern. Wenn du dir hohe Ziele setzt, ist es ebenfalls sehr wichtig, dass du daran glaubst, diese Ziele erreichen zu können. Wenn du nämlich weiterhin der Meinung bist, es sei unrealistisch, dann wirst du weder motivierter sein, noch deine Kompetenz fördern.

Setze dir als hohe Ziele und lass dir nicht von anderen sagen, dass du es nicht schaffst, nur weil sie selbst ihre eigene Träume aufgegeben haben.

(Am Ende dieses Beitrags findest du einen Filmausschnitt aus „Das Streben nach Glück“, der hierzu sehr gut passt.)

 

8. Dein Ziel muss zu dir und dein Leben passen

Wenn du dir etwas vornimmst, musst du auch wirklich bereit sein es zu erreichen. Mach dir Gedanken darüber, wie die Erreichung deines Ziels deine Umgebung ändern könnte. Was könnte es für einen Einfluss auf deine Familie, deine Arbeitsstelle, deinen Bekanntenkreis usw. haben? Hätte die Erreichung deines Ziels negative Konsequenzen oder müsstest du etwas dafür aufgeben? Müsstest du dir neue Gewohnheiten aneignen (die dich und dein Leben zum Teil ändern werden)?

Du musst gewährleisten, dass dein Ziel zu deiner Person passt. Es wird dich nicht unbedingt glücklich machen, dein Ziel zu erreichen, wenn es nicht in Einklang mit deinen Werten ist oder du es nur auf Kosten anderer wichtiger Bereiche erreichen kannst.

Noch viel schlimmer als ein Ziel nicht zu erreichen ist es, ein Ziel zu erreichen und anschließend festzustellen, dass es doch nicht das ist, was man will. Wenn du dein Ziel noch nicht erreicht hast, kannst du immer noch daran arbeiten es zu erreichen. Wenn du es aber bereits erreicht hast und feststellen musst, dass es dich nicht glücklich macht, dann kann es schon frustrierend sein. Es ist also wirklich wichtig, dass dein Ziel zu dir und deinem Leben passt.

 

Filmausschnitt von „Das Streben nach Glück“:

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