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Im Hier und Jetzt leben – aber wie?

Wenn du deine Höchstleistungen abrufen willst, wenn es darauf ankommt und wenn du jeden Tag mit voller Energie deine Aufgaben anpacken willst ist es wichtig in der Lage zu sein, sich voll und ganz auf die gegenwärtige Situation zu konzentrieren. Wie kannst du es aber schaffen aufmerksamer zu sein?

Wie schon im Artikel Machst du dir noch Sorgen oder lebst du schon? angeschnitten wurde, ist es wichtig im Moment zu leben. Aber was heißt das eigentlich genau?  Und wie lebe ich im Hier und Jetzt?

 

Achtsamkeit lautet das Stichwort!

Achtsamkeit bedeutet seine Aufmerksamkeit dem Moment zu schenken. Das Problem dabei ist, dass unser Gehirn sich in vielen Situationen schlichtweg unterfordert fühlt und lieber die Vergangenheit wieder auflebt oder fleißig Zukunftspläne schmiedet. Jedoch verlieren wir genau deshalb den Blick für den jetzigen Moment. Wir leben nicht bewusst, obwohl paradoxerweise die bewussten Erlebnisse unser Leben ausmachen.

 

Warum sollte man mehr im gegenwärtigen Moment leben?

Um Höchstleistungen im Beruf oder im Studium usw. erbringen zu können ist es wichtig die Balance zwischen Belastung und Ruhe zu haben. Ein Muskel wächst auch nicht während, sondern nach dem Training, wenn man dem Körper Zeit gibt sich auszuruhen. Das Gleiche gilt für deine mentalen Leistungen. Wenn du dich mental ausruhen willst, um Energie zu tanken, dann musst du deine Aufmerksamkeit häufiger auf gegenwärtigen Moment richten. Dadurch bewirkst du drei Dinge:

  1. Du bist weniger in deinen Gedanken versunken und bekommst dadurch sehr viel mehr mit, was in deiner Umgebung stattfindet.
  2. Du lernst, dich nur auf wenige Dinge zu konzentrieren und voll und ganz im Jetzt zu sein. Diese Fähigkeit ist elementar wichtig, wenn du eine Aufgabe mit Vollgas erledigen willst.
  3. Du lernst die Situationen so hinzunehmen wie sie sind, anstatt sie sofort zu beurteilen und dich evtl. darüber aufzuregen.

Du wirst schnell bemerken, dass du dir dadurch viel weniger Gedanken darüber machst, ob eine Situation gut oder schlecht ist. Diese Beurteilung geschieht nämlich nur im Kopf. Wenn du lernst weniger in Gedanken versunken zu sein und dich mehr auf die gegenwärtige Situation zu kümmern, kannst du besser entspannen und du kannst viel effektiver sein.

 

Beispiele wie du im Alltag achtsamer sein kannst

Routinen

Eigne dir Routinen an wie z. B. bewusstes Aufwachen. Das bedeutet spüre in deinen Körper hinein, indem du deinem Atem verfolgst, wie fühlst du dich heute? Anschließend empfehle ich etwas „Gymnastikoder Meditation. Ich praktiziere zwar kein Yoga oder Tai-Chi, aber einige Übungen erachte ich dennoch als sehr sinnvoll, weil sie durch die Bewegung noch mehr Aufmerksamkeit auf den Körper lenken. Meine Empfehlungen hierzu: 13-fache Dehnung und eine abgewandelte Form des Limber 11.

Tim Ferris oder Tony Robbins haben es sich beispielsweise ebenfalls zur Routine gemacht direkt nach dem Aufstehen zu meditieren oder Sport zu machen. 

Die Routinen sorgen außerdem dafür, dass du nicht bereits am frühen Morgen Entscheidungen treffen musst. Studien haben nämlich belegt, dass man am Tag nur eine gewisse Kapazität zur Verfügung hat, um gute Entscheidungen treffen zu können. Du kannst also durch Routinen dafür sorgen, dass du mehr von dieser Kapazität für wichtige Entscheidungen nutzen kannst.

 

Aufmerksames Essen

Desweiteren ist Achtsamkeit beim Essen auch gut geeignet . Ich halte zwar nichts davon jeden Bissen „bewusst wahrzunehmen“, aber eine Art Segnung (nicht unbedingt ein Gebet) finde ich sinnvoll, um beim Esstisch anzukommen. (Mit Trockenfrüchten kannst du deine Wahrnehmung auch steigern, indem du sie ganz langsam zwischen den Zähnen zergehen lässt.)

 

Bewegung

Ein Spaziergang  oder Sport am Morgen noch vor dem Frühstück können für einen guten Start in den Tag sehr hilfreich sein.

 

Musik hören

Bewusst Musik zu hören entspannt ebenfalls. Diese Dauerbeschallung, also in jeder Situation den Kopfhörer im Ohr zu haben, selbst wenn man mit Menschen interagiert, ist damit nicht gemeint; auch nicht beim Lesen. Denn wir wollen uns ja gerade auf eine Sache fokussieren. (Wenn du beim Lernen oder Arbeiten unbedingt Musik hören magst, dann wähle Instrumental oder Klassik, da das Unterbewusste sonst den Text verarbeiten muss.)

 

Meditation

Jetzt kommen wir zu Königsdisziplin – der Meditation. Interessant ist zudem, dass Meditation immer mehr Anklang in der Wissenschaft findet. Das Havard Business Magazin hat das Thema in einem spannenden Artikel aufgegriffen, genauso wie 3sat in einem kurzen Clip. Bei der Meditation gibt es unzählige Möglichkeiten, wie man es ausführen kann.

Einige Beispiele sind:

Das ganze ist mit wahlweise offenen oder geschlossenen Augen, sitzend, liegend – sogar stehend – durchzuführen. Ich würde dir vorschlagen einige zu testen (ich selbst wechsle auch zwischen verschiedenen). Angefangen habe ich mit Headspace  als App; auf deutsch gibt es etwas Ähnliches – beides sind aber geführte Meditationen mit Fokus auf Außenwelt und Körper.

Die Quintessenz der Meditation ist die Gedanken zum Schweigen zu bringen, sie lediglich zu beobachtet und zu verstehen, dass du nicht deine Gedanken bist! Du existierst nämlich auch ohne sie.

Sekundenbruchteile wirst du Stille spüren bis ein neuer Gedanke aus deinem Unterbewusstsein aufsteigt. Je intensiver du übst, desto stärker wirst du spüren, dass dein Bewusstsein die Denkprozesse nur beobachtet. Denn denken ist eigentlich nur die Fähigkeit alles mit allem in Bezug zu setzen und genau diesen Prozess gilt es zu unterbrechen, in dem du deine Gedanken, ohne zu werten, an dir vorbeiziehen lässt. Einfach einmal zu fühlen und nicht zu denken.

Nach einer Meditation solltest du dir deinen Zustand wahrnehmen – üblicherweise solltest du dich jetzt entspannter fühlen.

 

Abschließend kann ich nur sagen

In unserem heutigen Zeitalter der permanenten Reizüberflutung, ist es ein Muss, die „Seele baumeln zu lassen“. Denn du wirst stressresistenter – somit leistungsfähiger – und sogar „glücklicher„. Du lernst, dich von deinen Gedanken abzugrenzen.

Ich hoffe dir mit den Tipps geholfen zu haben! Lass uns doch bitte an deinen Erfahrungen teilhaben.

Ein Gedanke zu „Im Hier und Jetzt leben – aber wie?

  1. Uber inhaltliche Kritik freu ich mich immer, und ich glaube, das wissen die meisten hier auch. Ich zweifle ja selbst oft an dem, was ich schreibe. Die meisten meiner Gedanken sind nicht hieb- und stichfest.

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