Probleme

Wie du mit Problemen richtig umgehst.

Als Angestellter oder als Unternehmer wirst du es früher oder später mit schwerwiegenden Problem zu tun bekommen, die deine Karriere und deine finanziellen Situation gefährden werden. Du kannst versuchen das Risiko zu reduzieren, aber du kannst es nie vollständig vermeiden. Wenn du nämlich darauf abzielst keine Risiken einzugehen, wirst du auch nicht die Chancen nutzen können, die mit den Risiken einhergehen. Wie sagt man so schön in der Finanzwelt: „Rendite kommt von Risiko“.

 

Wünsche dir kein Leben ohne Probleme, sondern wünsche dir die Fähigkeiten, mit den Problemen umgehen zu können.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen guten und sehr guten Angestellten und Unternehmern ist die Fähigkeit, mit Problem umzugehen. Aus diesem Grund will ich dir 4 Tipps geben, wie du deine Probleme besser in den Griff bekommst.

 

1. Orientiere dich an Zielen anstatt an Problemen.

Das heißt, dass du dir Gedanken darüber machen sollst, was du willst, um dann Möglichkeiten zu finden, wie du dort hin kommst. Dahingegen ist die Orientierung an Problem kontraproduktiv. Die Fragen „Warum habe ich dieses Problem?“ oder „Wer ist schuld daran“ führen zu nichts, was du für die Lösung des Problems gebrauchen könntest. Stattdessen lenkt es deine Aufmerksamkeit auf die negativen Dinge und du wirst vermutlich noch frustrierter. Damit du dich besser an deinen Zielen orientieren kannst, solltest du diese so hoch wie möglich setzen. Dann siehst du deine Ziele auch noch dann, wenn sich Hindernisse in den Weg stellen. Zum Thema Ziele setzen, habe ich bereits einen Beitrag geschrieben, den du dir unbedingt ansehen musst, falls du es noch nicht getan hast.

 

2. Frage nach dem „Wie“ anstatt nach dem „Was“ oder dem „Warum“.

Fragen nach dem „Wie“ geben dir Antworten, die dir die Struktur des Problems veranschaulicht. Warum-Fragen hingegen bewirken Rechtfertigungen als Antwort und das bringt dich bei deinem Problem nicht weiter. Die Frage „Warum ist mir das passiert?“ führt dich nicht zur Lösung des Problems, sondern zu „dummen“ Antworten wie z.B. „Weil ich ein Idiot bin“ oder „Weil mir immer solche schlechten Dingen passieren“ und und und. Du kommst schnell in eine Spirale von negativen Gedanken, in denen du dich selbst runter machst. Fragst du aber „Wie kann ich das Problem lösen?“ oder „Was kann ich tun, um dieses Problem zu lösen?“ wird deine Aufmerksamkeit gezielt auf mögliche Lösungen gelenkt.

 

3. Sieh dein Problem als Chance zum Wachstum

Entweder bist du auf Anhieb erfolgreich (was oft nicht der Fall ist) oder du gewinnst an Erfahrung. Fehlschläge geben dir sehr hilfreiche Erkenntnisse, wie du es besser machen kannst, sodass du daraus lernen und es danach erneut versuchen kannst. Allein die Formulierung „Versagen“ lässt das Problem als eine Art Sackgasse erscheinen. Bezeichnest du es allerdings als „Erfahrung“ oder „Feedback“, dann wirst du weiterhin motiviert sein und nicht aufgeben. Du bist motivierter, aus deinen Fehlschlägen zu lernen und einen neuen Versuch zu starten. Betrachte also in Zukunft deine Niederlagen und Probleme als Chancen zum Wachstum.

 

4. Fokussiere dich auf die Möglichkeiten anstatt auf die Einschränkungen.

Ein Wechsel der Sichtweise ermöglicht es dir die Optionen zu erkennen, die dir zur Verfügung stehen. Fokussierst du dich aber auf die Dinge, die du nicht tun kannst, dann wirst du keine Lösung finden. Darüber hinaus wirst du dich dann auch hilflos fühlen. Es gibt immer wieder Situationen, in denen du wenig Einfluss hast, aber selbst dann kannst du dich dafür entscheiden wie du auf diese Situation reagierst. Was hast du also für Möglichkeiten, um diese Situation zu ändern, in der du dich befindest?

6 Methoden, womit du deine Probleme konkret lösen kannst

Bei wirklich großen Problemen, seien es nun übermäßige Schulden, der Verlust des Arbeitsplatzes oder das Scheitern des eigenen Unternehmens, ist es vom Vorteil zu wissen, wie man damit richtig umgeht.

Die oben genannten Vorgehensweisen beschreiben die richtigen Einstellung, mit denen du deine Probleme behandeln sollst, um sie lösen zu können. Nun will ich dir zusätzlich Methoden vorstellen, wie du strukturiert an die Lösungsfindung gehen kannst.

  1.  Frage dich, welche Person sich bereits in einer ähnlichen Lage befand und dieses Problem erfolgreich lösen konnte. Kontaktiere diese Personen und Frage sie um Rat oder finde es anderweitig heraus, wie sie es gemacht haben.
  2. Frage dich, welches Buch du lesen könntest, um auf eine geeignete Lösung zu kommen. Bücher können deine Augen öffnen, indem sie dafür sorgen, dass du eine neue Perspektive einnimmst.
  3. Reflektiere dein Verhalten, das zu diesem Problem geführt hat. Auch wenn du nur wenig Einfluss hattest z.B. weil dein Arbeitgeber mehrere Angestellte entlassen musste, aufgrund von Kosteneinsparungsmaßnahmen, gibt es oft Möglichkeiten wie du es beim nächstem Mal besser machen könntest. Lerne also daraus!
  4. Sammle 20 Lösungsideen, indem du fragst: „Was kann ich tun, um dieses Problem zu lösen?“ Gerade die letzten Ideen sind meistens die guten.
  5. Nimm dir ausreichend Zeit, um zur Ruhe zu kommen und dich emotional von deinem Problem distanzieren zu können. Dir werden besser Lösungen einfallen, wenn du Abstand gewonnen hast und die Situation und dein Verhalten neutral analysieren kannst. Du solltest allerdings auch nicht zu lange damit warten, dein Problem anzugehen, denn es kann schnell zur Aufschieberitis kommen und das wird dein Problem sicher nicht lösen.
  6. Mache dir bewusst, dass du verantwortlich bist, wie du auf die Situation reagierst, wie du mit dem Problem umgehst und wie du da heraus kommst. Sieh dich nicht als Opfer, sondern sei proaktiv und handle!

Die Bedeutung von Problemen

Auch wenn es zunächst sehr hart ist und es dich emotional runter zieht, sind Probleme und Fehlschläge im Grunde etwas Gutes. Hinter jeder Schwierigkeit, steckt eine noch größere Chance. Wenn du das Problem analysierst, dein Verhalten reflektierst und aus deinem Problem lernst, dann bist du danach sehr viel besser als vorher. Dein Leben nimmt vermutliche einen anderen Verlauf, als es ohne das Problem der Fall wäre und oft ist es sogar ein besserer Verlauf. Probleme zeigen dir auch, dass du etwas gewagt hast, dass du aktiv bist und dass du lebst. Ein Leben ohne Schwierigkeiten und ohne Probleme, in dem dir alles auf Anhieb gelingt, ist doch auch einfach langweilig oder etwa nicht? Es ist vielmehr der Prozess, der uns Spaß macht. Sich weiterzuentwickeln, zu wachsen und herauszufinden, wie man ein Problem lösen kann, bringt doch erst die Spannung ins Leben findest du nicht auch?

Letztendlich liegt es nur an dir, wie du dein Problem siehst und wie du damit umgehst. Nämlich entweder als Versagen, das du akzeptieren musst, oder als Chance dich weiterzuentwickeln. Entscheide dich also bewusst dafür, jedes Problem auf eine andere Art und Weise zu betrachten. Entscheide dich dafür deinen Fokus so schnell wie möglich auf die positiven Dinge an diesem Problem zu lenken und entscheide dich unmittelbar dafür nach Lösungen zu suchen, anstatt Zeit mit dem Problem selbst zu verschwenden. Du hast die Wahl!

Ein Gedanke zu „Wie du mit Problemen richtig umgehst.

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